Day 37 to 41.....Whistler - das Wintersportparadies ?
Ziemlich breit am Vancouver Airport angekommen (natürlich im Regen wie es sich für "Raincouver" gehört), wollten wir eigentlich nur noch auf schnellstem Weg nach Whistler und SCHLAFEN. Mietwagen fiel gleich raus, bei "one way rentals" steigen die Preise in astronomische Höhen, Greyhound war schon weg, also dann doch der bequeme und teure Zubringerbus direkt vom Airport. Irgendwann hatte ich auch die Sprachbarriere mit der nicht wirklich englischkundigen Frau am Schalter überwunden, der Bus war pünktlich in Whistler, und wir mussten nur noch den Weg zur WG von Janvier, Guillaume, Andy, Matthew, Rana und Tino (natürlich auch DD Neustadt) finden bei denen wir übernachten durften. Einerseits ist das natürlich ne schicke Sache, wenn man gleich jemanden vor Ort kennt, auf der anderen Seite fühlten wir uns immer mehr als ob wir anderen zur Last fallen und auf der Durchreise sind....die andere Seite der Medaille halt. Das Haus war 15 Minuten vom Zentrum weg, aber direkt am Hang über den Bäumen, mit Blick auf die gegenüberliegenden Berge.....nicht zu verachten !!
Am nächsten Morgen dann der sehnsüchtig erwartete erste Ski-Tag im grössten und besten und schönsten Skigebiet von Nordamerika und.....es regnete, bei +4 Grad !!! In der Hoffnung auf Schnee on top liessen wir uns nicht abschrecken..... nur änderte sich das Wetter weder mit zunehmender Höhe noch Zeit, der ultimative Test für die Wasserdichte unserer Snowboardklamotten, zumindest meine bestanden den Test nicht. Es gibt immerhin sogar den Begriff "Whistlergear". Zurück nach Hause (das Wohnzimmer war mit nassen Sachen übersät, und wir fühlten uns wieder bissl deplaziert), lernten wir Denis den leicht verrückten Vater von Janvier und Guillaume aus Montreal näher kennen, der auch grad zu Besuch war. Trotz 53 Lenze und genug Platz im Haus (ok, relativ) schlug dieser sein Zelt (!!!) im Wald hinterm Haus auf (Schneehöhe ca. 2 m)....ziemlich konsequente Outdoorphilosophie !! Er war auch ansonsten der aktivste im Haus, immer am Kochen, Räumen, Schneeschaufeln etc. Der spätere Abend artete dann etwas aus, so wurde das Wohnzimmer + Balkon zum Mountainbike-Trail umfunktioniert, und die Treppenstufen als Abfahrtspiste missbraucht. Irgendwann trollten wir uns dann in unser (bzw. Janviers) Hochbett - danke nochmal !!! - mit dem "One Million Dollar" View.
Der nächste Tag, mit "nur" normalem Regen, wurde dann snowboardtechnisch geknickt, unter anderem weil für den nächsten tag paradiesische zustände angesagt waren, vor allem im alpinen Bereich der schon die ganze woche gesperrt war..und inzwischen waren wir auch schon etwas verwöhnt, besonders ich. Das Wetter hielt dann auch was es versprach, nur leider hatte ganz Whistler anscheinend auf diesen Tag gewartet, und die entsprechenden Lifte warteten bei strahlend blauem Himmel mit unterirdischen Warteschlangen auf. Also umgesattelt und stattdessen die "Wanderschuhe" fürs backcountry angezogen....perfekte bedingungen und kaum leute, so konnte es weitergehen....und tat es dann auch, sodass der Gesamteindruck für das Wintersport-Eldorado dann doch noch ganz gut war.
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